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It’s already later than we realise…

January 12, 2018
A letter from Elke Baezner.

Niederländische Organisation will kollektiven Kauf von Sterbemittel

January 12, 2018
Den Haag, 4.1.18 (kath.ch) Eine Organisation in den Niederlanden will Einkaufsgruppen gründen, um Sterbemittel zu kaufen. Die Genossenschaft «Letzter Wille» (CLW) sieht das Projekt als nächsten Schritt auf dem «autonomen Weg zum legalen Lebensende», heisst es in einem Bericht der niederländischen Zeitung «Volkskrant». Zunächst soll es im Januar Informationsveranstaltungen zum Projekt «Mittel X» geben. Dabei solle festgehalten werden, wie viele Menschen sich an dem Kauf des Sterbemittels beteiligen wollten, bei dem es sich um ein tödlich wirkendes Konservierungsmittel handelt. Bei ausreichendem Interesse werde das Produkt dann kollektiv über die Einkaufsgruppen bestellt. CLW setzt sich seit 2013 für die Legalisierung von Todespillen ein. Nach eigenen Angaben hat die Organisation mittlerweile 17’000 Mitglieder. Aktive Sterbehilfe ist in den Niederlanden seit 2001 unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Allerdings muss sie von einem Arzt durchgeführt werden. Minister forderten aktive Sterbehilfe für lebensmüde Alte Im vergangenen Jahr sorgte eine Forderung mehrerer Minister nach der Ausweitung der aktiven Sterbehilfe für ältere Menschen, die nicht unheilbar krank, aber lebensmüde sind, für Diskussionen. In den Koalitionsverhandlungen wurde beschlossen, eine Studie zu dem Thema durchzuführen. Die an der Regierung beteiligte Partei «ChristenUnie» positionierte sich klar gegen eine solche Ausweitung, während sich die linksliberale Regierungspartei D66 für eine Liberalisierung der aktiven Sterbehilfe stark machte. (kna)   Source : https://www.kath.ch/newsd/niederlaendische-organisation-will-kollektiven-kauf-von-sterbemittel/

Künstliche Lebensverlängerung war rechtswidrig

January 8, 2018
Wenn ein Arzt einen Patienten ohne medizinische Indikation über Jahre am Leben erhält, hat er Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz zu befürchten. Der 1. Senat des Oberlandesgerichts München entschied heute, dass dem Kläger als Alleinerben seines verstorbenen Vaters, der in den Jahren 2010 und 2011 mittels PEG-Sonde künstlich ernährt worden war, Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche gegen den behandelnden Hausarzt zustehen. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), die sich seit mehr als 37 Jahren für die Selbstbestimmung bis zum Lebensende einsetzt, begrüßt dieses Urteil. DGHS-Präsident Professor Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher: „Die Entscheidung für eine Haftungspflicht für eine medizinisch nicht indizierte Weiterbehandlung bei schwerem Leidenszustand ist ein wichtiges Signal. Sie dürfte Folgen für die Praxis haben.“ Es werde, so Birnbacher, in der öffentlichen Diskussion noch viel zu wenig hinterfragt, dass die Weiterbehandlung von schwer leidenden Kranken ohne Besserungsaussichten um der reinen Lebenserhaltung willen häufig nicht nur immenses Geld kostet, sondern auch für die Patienten zu einer unzumutbaren Belastung werden kann. Der Primat der Autonomie und des Wohlbefindens des Patienten ist erst kürzlich in der Neufassung des „Genfer Gelöbnisses“ betont worden. Von 2006 bis zu seinem Tod im Jahr 2011 war der schwer demente Mann mit einer Magensonde ernährt und damit künstlich am Leben gehalten worden. Vor dem Landgericht München I verklagte der Sohn des Verstorbenen dessen Arzt auf Schmerzensgeld sowie auf Ersatz von Behandlungskosten. Nach der Argumentation des Klägers habe die fortgesetzte künstliche Ernährung das Leiden seines Vaters unnötig verlängert und sei jedenfalls im letzten Lebensjahr nicht mehr medizinisch indiziert gewesen. Der Sohn hatte laut Rechtsanwalt Wolfgang Putz zu Lebzeiten des Vaters vergeblich zu erreichen versucht, dass die Behandlung mit der Magensonde beendet wird. Nun verlangt er rund 100.000 Euro Schmerzensgeld und rund 52.600 Euro Behandlungskosten. In erster Instanz hatte das Landgericht die Klage abgewiesen (Urt. v. 18.1.2017 – 9 O 5246/14), jedoch festgestellt, dass die Lebensverlängerung tatsächlich nicht mehr dem medizinischen Standard entsprach. Da weder eine Patientenverfügung vorlag noch der mutmaßli- che Wille des Vaters erforscht werden konnte, hatte der Arzt den Betreuer des Patienten zu konsultieren. Das Versäumnis des Arztes stellte aus Sicht des Gerichts einen Behandlungsfehler dar. Die Klage des Sohnes scheiterte damals jedoch daran, dass er nicht habe nachweisen können, dass er oder der Betreuer die Absicht gehabt hätten, die Behandlung infolge einer ordnungsgemäßen ärztlichen Konsultation abzubrechen. Der Fall geht möglicherweise in nächster und letzter Instanz an den Bundesgerichtshof. Pressekontakt: Frau Wega Wetzel/Oliver Kirpal, Tel. 030/21 22 23 37-22, E-Mail: presse@dghs.de

Ein Monat Sterben für 86 000 Franken

January 5, 2018
Privatversicherte laufen Gefahr, unnötig operiert zu werden. Das zeigt exemplarisch der Fall eines Krebspatienten, der in einer Privatklinik landete – ohne Aussicht auf Heilung. Was dann passierte, befremdete die Angehörigen. Wer sich für viel Geld eine private Krankenversicherung leistet, tut dies in der Hoffnung, im Krankheitsfall einen besseren medizinischen Service zu bekommen. Doch zuweilen passiert das Gegenteil. Daniel Scheidegger, früher Chefarzt am Universitätsspital Basel und heute Präsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), sagte kürzlich gegenüber der NZZ, dass Privatversicherte dem Risiko der «Überarztung» ausgesetzt seien: «Bei ihnen ist die Gefahr grösser, dass die Ärzte unsinnige Sachen machen, weil es so lukrativ ist.» Eine Studie des Bundesamtes für Gesundheit von 2016 zeigte, dass Patienten, die privat oder halbprivat versichert sind, 2,2-mal häufiger am Knie operiert werden und 1,3-mal häufiger ein neues Hüftgelenk bekommen als grundversicherte Personen. Das sind nackte Zahlen. Welche Folgen das Privatversichertsein konkret haben kann, zeigt der Fall von Martin Lenoir*. Im Herbst 2014 liess sich der 75-Jährige wegen starker Schmerzen in der Bauchgegend in eine Privatklinik in einer grösseren Schweizer Stadt einliefern. Die Diagnose war schlecht, Lenoir litt an Prostatakrebs mit Metastasen in der Lunge. Aussicht auf Heilung bestand keine. Grossen Lebenswillen hatte der Patient ohnehin nicht mehr, da seine Frau einige Jahre zuvor gestorben war – in derselben Klinik, an den Folgen einer Bestrahlung von Brustkrebsmetastasen im Hirn. Lenoir bat seinen alten Freund Kurt Hanselmann*, ihn bei der Sterbehilfeorganisation Exit anzumelden. Doch es war zu spät. «Mein Vater war bereits in die Mühlen der Klinik geraten», sagt sein Sohn Peter heute. Klarer Todeswunsch Trotz dem offensichtlichen Willen des privatversicherten Patienten, mit dem Leben abzuschliessen, unternahmen die Ärzte alles, um ihn am Leben zu erhalten. Sein Freund Hanselmann besuchte Lenoir mehrmals, konnte aber nicht verhindern, dass dieser drei schwere Operationen über sich ergehen lassen musste. «Auf meine Einwände antworteten die Chirurgen, der Patient würde ohne die Operation der Lunge die Nacht nicht überleben – was ja eigentlich genau der Wunsch des Sterbenden war», erinnert sich Hanselmann. Einmal riss Lenoir die Schläuche aus seinen Venen und wäre beinahe verblutet. Für seine Angehörigen war auch dies ein klares Signal, dass Lenoir genug hatte. Sohn Peter sagt, sein Vater habe sich fürchterlich darüber aufgeregt, wie die Ärzte mit ihm umgesprungen seien. Er habe sich viel zu schlecht informiert gefühlt, als dass er eine objektive Entscheidung hätte treffen können. «Vor einer der Operationen haben sie ihn unter Druck gesetzt und gesagt: ‹Entweder Sie machen das jetzt, oder Sie sterben sehr bald› – da hat er dann auf den letzten Zacken eingewilligt», sagt Peter Lenoir. Sein Bruder Marc erinnert sich an eine Diskussion mit einer jungen Ärztin. Der Vater habe ihr klipp und klar gesagt, er wolle sterben und sonst nichts mehr. «Die Ärztin stellte sich jedoch auf den Standpunkt, dass sie ihn dabei nicht unterstützen könne und alles unternehmen werde, damit er wieder fit werde.» «Es sah nach Geldmacherei aus» Gegen eine weitere Operation mit minimer Erfolgsaussicht sträubte sich Martin Lenoir später erfolgreich. Nach einem Monat in der Privatklinik kam
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DID – 2017 – Year in Review

January 3, 2018
It’s been quite a year for the campaign. With so much activity sometimes it’s worth taking stock of just how far we’ve come. Many thanks to our ever-expanding network of local groups who continue to make the case for change with their local MPs – we now have 33 local groups up and down the country doing fantastic work in our target constituencies. We also owe an enormous debt of gratitude to the 19 brave people who chose to speak out as part of our recent expose on the ‘True Cost of outsourcing death to Dignitas‘. Individually these stories are moving, together they form the most robust and compelling case for change we’ve seen to date. We are also grateful to Sandy Briden, who has sadly just died of her terminal sarcoma but contributed an enormous amount to our campaign this year. 2017 – A Year in Review →

Les parents d’une adolescente de 14 ans s’opposent aux médecins

January 2, 2018
Le Conseil d’État examine le cas d’une adolescente de 14 ans, dans un état végétatif depuis juin, que les médecins de l’hôpital de Nancy souhaitent laisser mourir contre l’avis des parents. Inès, 14 ans, souffre d’une maladie neuromusculaire auto-immune. Hospitalisée depuis juin au CHRU de Nancy après une crise cardiaque, les médecins ont jugé son cas sans espoir et ont lancé une procédure visant à l’arrêt des traitements, conformément à la loi de 2016 sur la fin de vie. Ce jeudi, le Conseil d’Etat étudiait le recours de ses parents, qui s’opposent à cette décision. “Les données actuelles de la science ne laissent pas d’espoir” Le père et la mère de l’adolescente, prénommée Inès, ont saisi en référé (procédure d’urgence) la plus haute juridiction administrative pour s’opposer à la décision du tribunal administratif de Nancy qui, le 7 décembre, a validé l’avis exprimé fin juillet par les médecins au terme d’une procédure collégiale. “Il n’est pas certain qu’elle ne puisse pas se réveiller. Son père, sa soeur, son frère sont contre, on ne peut passer outre l’accord des parents”, a martelé jeudi devant le Conseil d’État la mère pour qui, selon ses convictions religieuses, donner son accord à la décision des médecins serait “un crime”. INTERVIEW >> Fin de vie: “La médecine n’a pas toutes les réponses” Face aux parents, le médecin a confié son malaise face à la responsabilité qui lui incombe: “C’est terrible, je suis médecin mais je suis aussi un homme, un père, c’est une situation douloureuse, je vis quotidiennement avec les parents, c’est terrible pour nous de prendre un telle décision”, a-t-il ajouté. “Notre seul but, c’est l’intérêt supérieur de l’enfant”, a-t-il plaidé. “Les experts concordants ont estimé qu’une obstination serait déraisonnable. Je ne suis pas devin mais les données actuelles de la science ne laissent pas d’espoir”, a-t-il tenté d’expliquer aux parents sceptiques. Une décision dans les 48 heures A l’audience, les parents ont pour la première fois accepté la demande des médecins qui souhaitaient pratiquer une trachéotomie et une gastrotomie pour faciliter la ventilation et l’alimentation de la jeune fille. Ils y ont vu une source d’espoir avant d’être ramenés à la réalité par le médecin. “On ne sait pas combien de temps va durer la procédure: 2, 4 6 mois… Ces opérations sont dans l’intérêt de l’enfant mais c’est un épiphénomène qui ne remettra pas en cause notre décision”, a-t-il précisé. Le Conseil d’État aimerait éviter que cette affaire s’éternise dans des batailles judiciaires comme pour Vincent Lambert, hospitalisé depuis neuf ans après qu’un accident de la route l’a plongé dans un état végétatif. Il pourrait rendre sa décision dans les 48 heures.   Source : https://www.lexpress.fr/actualite/societe/fin-de-vie-les-parents-d-une-adolescente-de-14-ans-s-opposent-aux-medecins_1972305.html

DID RIP Sandy…Thank you

January 2, 2018
It is with sadness that I have to announce the death of Sandy Briden. Sandy, who had terminal sarcoma (a rare form of cancer) first got in touch back in May after hearing about Noel Conway’s legal case in the news. Since then, she has gone above and beyond for the campaign. After speaking with Channel 4 News, a video posted on Facebook has over 7 million views – her contribution to the campaign cannot be overstated.   As well as helping our campaign, Sandy sought to raise much-needed awareness around her illness. She was an active fundraiser for Sarcoma UKand for the Royal Brompton Cancer Charity’s research unit. Sandy was a true inspiration. She didn’t have the choice of assisted dying, but she shared her story to help make sure dying people in the future will. Our thoughts are with her family. Thank you, Zach Moss
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Colombia’s Constitutional Court affirms the right of boys, girls and adolescents to die through euthanasia

January 2, 2018
Colombia’s Constitutional Court affirms the right of boys, girls and adolescents to die through euthanasia In August 2017, the Constitutional Court of Colombia issued Judgment T-544, in which it reviews a case of “tutela”1 filed by the parents of a thirteen-year-old boy, who were petitioning his right to die with dignity through euthanasia. The Court decided that boys, girls and adolescents (NNA) should also be allowed to die with dignity, even if this fundamental right is still not regulated in our country. Although that right does not state a specific age requirement, the Court affirms that regulation must consider how to interpret NNA’s rights; the need to seek patients’ informed consent when they have the cognitive and psychosocial capacity to consent for themselves, as assessed by professionals; and substitute consent. In any case, parents or legal guardians play a central role in the process. The minor, as is the case for adults, has to have a terminal illness, and to be in a situation of constant and unbearable suffering that cannot be eased; the request has to be made to the treating MD and an Ethics Committee convened by the health insurance provider has to approve the petition. The young boy in this case suffered from severe cerebral palsy, an uncontrollable epilepsy, severe scoliosis, bilateral hip dysplasia, all of which produced physical impairment, frequent respiratory crises, and pain. Additionally, severe gastroesophageal reflux disease impaired proper feeding. He suffered also from intellectual disability, could not talk and would communicate only through noises and gestures, but could not laugh or smile. His parents had asked their health insurance provider, Salud EPS, to convene the Ethics Committee necessary to study the boy’s right to die through euthanasia, but the organization kept silent. They filed the tutela to safeguard their right of petition, the boy’s right to health care and other rights that could have been violated because of the health provider’s constant obstacles and omissions in their son’s care. The Court reviewed the case in depth after the death of the young adolescent: It considered that the fundamental rights invoked had been violated. Moreover, it deemed that it is important to reveal the structural problems that hinder the safeguard of fundamental rights for the population at large. The Court rules that NNA have the right to die with dignity. In its jurisprudence, the Court has reiterated that the fundamental right to a life with dignity implies the right to die with dignity. It has not only underlined the strong relationship between death with dignity and human dignity in general, but also the principle of human self-determination, and an understanding of human nature as something greater than mere vital subsistence. In Colombia, boys, girls and adolescents’ rights are defined by the principle of the Best Interest of the Child, that is, their rights are above the rights of others. Being this the case, the right to die with dignity -which has been recognized in Colombian jurisprudence- cannot be denied to them. If it were
In English United Kingdom

DID – Urgent reminder to complete your Living Will

December 14, 2017
This week, a tragic news story reminded us all how important it is to not only complete a Living Will but also to share it with the people that matter. The family of an 81-year-old woman received £45,000 in compensation after she was kept alive against her will. Brenda Grant made a Living Will (now known as an Advance Decision) stating she feared ‘degradation and indignity’ more than death after seeing her mum lose independence through dementia. But the local hospital misplaced the document and she was artificially fed for 22 months. Many of you might have completed a Living Will, however this case shows is that sharing it is just as important filling it in. How will people know about your Living Will? Ask your GP to keep a copy with your medical records Ask your GP to add the fact you have one to your Summary Care Record Give a copy to anyone regularly involved in your care Give a copy to your friends and family members Request a Notice of Advance Decision Card – click to order Keep a copy on your person Not yet started your Living Will? Our sister charity Compassion in Dying not only provide free Living Will forms but can help you complete one. Start your living will →

Un tatouage “ne pas réanimer” : le cas qui fait cogiter les urgentistes français

December 14, 2017
L’article publié le 30 novembre dernier dans le New England Journal of Medicine , portant sur un patient de 70 ans avec un tatouage “Ne pas réanimer” a fait le buzz ! « Ce matin nous avons beaucoup parlé de cette affaire entre nous », confie le Pr Frédéric Lapostolle, directeur médical adjoint du Samu 93. Petit rappel : un homme de 70 ans qui avait de lourds antécédents médicaux, a été admis inconscient dans un hôpital de Floride, avec entre autres une hypotension sévère, une acidose métabolique. Ce patient n’avait pas de pièce d’identité, ni aucune information concernant sa famille. Le tatouage avec le mot ‘pas’ était souligné, accompagné d’une signature . Les médecins ont commencé par réanimer ce patient . Interpellés par le tatouage, les soignants ont contacté des consultants spécialisés en éthique. Il a été recommandé aux soignants de se conformer à ce qu’indiquait le tatouage, ce qui a été consigné dans le dossier médical du patient. Quelques heures plus tard, son état de santé s’est aggravé… jusqu’au décès sans tentative de réanimation. Beaucoup de questions et de confusion « Cette situation est inédite et pose de nombreuses questions, ce qui explique cette publication dans le New England Journal of Medicine. Quand a été gravé ce tatouage ? À quelle occasion, dans quelles circonstances ? Ce tatouage n’était pas daté… », explique le Pr Frédéric Lapostolle. Et comme l’indiquent les auteurs de cet article, ” son tatouage a apporté plus de confusion que de clarté “. La question n’est pas simple dans ce genre de situation, car quelle que soit la décision prise par le médecin (dans un sens comme dans un autre), celle-ci peut susciter une plainte de la part de la famille… ou du patient (en cas de réanimation non souhaitée). Pour le Pr Lapostolle : « le plus important est de respecter les volontés du patient. Mais avec une difficulté majeure en cas de situation d’urgence comme un arrêt cardiaque. Avoir accès à l’information permettant de décider de réanimer ou pas le patient, demande du temps qui ne peut être accordé dans ce genre de situation ». En effet, les manœuvres de réanimation doivent être entreprises le plus tôt possible. Et il est impossible de les contrebalancer avec la recherche de consignes pour connaître la volonté du patient, tout retard de prise en charge du patient étant particulièrement dommageable ! Une étude française sur les directives anticipées en cas d’urgence « Nous avons mené une étude parue dans Resuscitation en juillet dernier, chez des patients français pris en charge suite à un arrêt cardiaque. Seuls 7,5 % de ces patients avaient rédigé des directives anticipées », explique le Pr Lapostolle. « Nous avons relevé un fait très paradoxal : parmi les patients qui avaient rédigé des directives anticipées, les familles et les proches ont davantage appelé le SAMU que celles des autres patients. Cela signifie que les familles qui avaient sans doute les informations sur les directives anticipées du patient, sont les plus interventionnistes.

Exit-Werbung

November 17, 2017
In der Schweiz werden demnächst Werbeclips für Sterbehilfe über die TV-Bildschirme laufen. Das öffentlich-rechliche Schweizer Fernsehen hatte sich zwar geweigert, nun hat das Privatfernsehen zugesagt. Das Schweizer Privatfernsehen strahlt bis 25. November fünf Werbeclips für Sterbehilfe aus. Das teilte die Sterbehilfeorganisation “Exit” am Mittwoch auf Anfrage des Portals kath.ch mit. Zu den Sendern gehören demnach Tele Zürich, Tele Bern, Tele Basel und das Ostschweizer Fernsehen. Unter den rund 76.000 Todesfällen in der Schweiz 2016 macht “assistierter Suizid” nur gut ein Prozent aus. Um diese Quote zu erhöhen, produzierte sie kurze Clips mit prominenten Schweizern. Das öffentlich-rechliche Schweizer Fernsehen (SRF) hatte sich geweigert, die Clips auszustrahlen. Es erklärte, Sterbehilfe sei nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich stark umstritten. Die Werbespots könnten einen “nicht unerheblichen Teil des Publikums” in seinen Gefühlen verletzen. 965 Fälle von “assistiertem Suizid” Das Schweizer Statistikamt BFS (Dienstag) führt für 2016 insgesamt 965 Fälle von “assistiertem Suizid” auf. Im Vergleich zu 2008 bedeutet das fast eine Vervierfachung. Berücksichtigt sind ausschließlich Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern, die Dienste der Organisationen “Exit”, “Dignitas” oder “Eternal Spirit” zur Sterbebegleitung in Anspruch nahmen, liege bei etwa 60:40. Das Bundesamt nannte keine Zahlen zum sogenannten Sterbetourismus, also zu Personen, die aus dem Ausland anreisen, um Sterbehilfeorganisationen zu konsultieren. Aus dem Bundesamt verlautete, dass 95 Prozent “assistierter Suizide” bei Ausländern auf das Konto von “Dignitas” gingen. Aus anderen Ländern angereist Für 2016 verzeichnete Dignitas 201 Fälle; davon werden 6 als “Schweiz” ausgewiesen. Die übrigen 195 betreffen Personen, die aus Ländern aller fünf Kontinenten anreisten. Deutschland führt die Liste mit 73 Personen an, gefolgt von Großbritannien (47), Frankreich (30) und den USA (9). In der Schweiz ist es legal, anderen Menschen Mittel zum Suizid zur Verfügung zu stellen und sie zu begleiten, sofern der Helfer nicht persönlich vom Tod des Patienten profitiert. Sterbehilfeorganisationen bieten Beihilfe zur Selbsttötung an. In Deutschland untersagte der Bundestag 2015 jede Form organisierter Suizidbeihilfe etwa durch Sterbehilfevereine. Das Gesetz wird derzeit vor dem Bundesverfassungsgericht angefochten; ein Urteil wird für 2018 erwartet.   Source : https://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2017-11-16/schweizer-privatsender-werben-fuer-sterbehilfe Free Nulled WordPress

«Todesengel» Rolf Sigg verstorben

November 17, 2017
Exit-Mitgründer Rolf Sigg ist im Alter von 100 Jahren verstorben. Der Pfarrer und Psychologe hatte sich seit den 1980er Jahren für selbstbestimmtes Sterben eingesetzt und die Sterbehilfe-Organisation Exit mitgegründet. Als Sterbehilfe-Pionier habe Sigg dem selbstbestimmten Sterben in der Schweiz Mitte der Achtzigerjahre zum Durchbruch verholfen, heisst es in einer Todesanzeige von Exit vom Freitag im «Tages-Anzeiger». Gemäss einer Todesanzeige in der «Neuen Zürcher Zeitung» verstarb Sigg bereits Mitte September, am 30. Oktober wurde in Zürich im Familien- und Freundeskreis Abschied genommen. Pfarramt verloren, Verhaftungen Sigg hatte als Geschäftsführer von Exit massgeblich dazu beigetragen, die Sterbehilfe-Organisation landesweit bekannt zu machen und Vorurteile abzubauen. Rund 500 Menschen erlöste er in dieser Zeit von ihren Leiden. Wegen seines Engagements sah er sich immer wieder Widerständen ausgesetzt: 1986 verlor Sigg sein Pfarramt in Grenchen SO. Die Presse nannte ihn jahrelang den «Todesengel». In Deutschland wurde er gar mehrmals verhaftet. 2012 gewann Sigg den Schweizer Prix-Courage-Publikumspreis.   Source : https://www.blick.ch/news/schweiz/exit-mitgruender-wurde-100-jahre-alt-todesengel-rolf-sigg-verstorben-id7580269.html

‘Any taboo has gone’: Netherlands sees rise in demand for euthanasia

November 17, 2017
The number of people euthanised in the Netherlands this year is set to exceed 7,000 – a 67% rise from five years ago – in what has been described by the director of the country’s only specialist clinic as the end of “a taboo” on killing patients who want to die. In 2012, 4,188 people were euthanised by doctors in the country, all of whom met the criteria laid down under the 2002 law that made it legal: a voluntary and well considered request in the context of unbearable suffering from which there is no prospect of improvement, or alternative remedy. This year, 18,000 requests for help to die have been made, including 2,500 – up from 1,234 in 2015 – to the Levenseindekliniek – the only medical facility in the Netherlands that specialises in euthanasia. The clinic is a charity whose costs are covered by a standard Dutch health insurance policy. Steven Pleiter, director at the clinic, said that in response to growing demand he was now on a recruitment drive aimed at doubling the number of doctors and nurses on his books willing to go into people’s homes to administer lethal injections to patients with conditions ranging from terminal illnesses to crippling psychiatric disorders. Pleiter has 57 doctors on call but he believes he could need more than 100 by the end of next year with a growing number of people in Dutch society seeking an organised death. The Levenseindekliniek was founded to respond to “more complex cases”, when patients have often had their application to die rejected by their GP, for reasons ranging from the ethical to the legal, or even just a lack of resources. Doctors at the clinic euthanised 32 patients in 2012, but it will help 720 people to die by the end of this year. “If there was any taboo, it has gone,” Pleiter said. “There is a generation coming up, the postwar generation, which is now coming to the life stage in which they will die, and this generation has a far more clear and expressed opinion about how to shape their own life end. I expect far more growth in the years to come.” From TV and radio appearances, to direct-mail shots and the placement of adverts in medical journals, Pleiter said he had thrown everything at getting doctors signed up to work for the clinic in the last two weeks. Macabre as it may sound, the former IT project manager said he was worried about his waiting lists, and the burden on the doctors he employs. “It’s the first time,” Pleiter said of the recruitment drive, sitting in his bright and airy office near the centre of The Hague, where the clinic’s neighbours include legal firms and a kindergarten. “Until today we rarely needed to search for doctors. That is changing now. We need a dramatic growth in doctors as the numbers have changed so much… “We ask the doctors to work eight to 16 hours a week for this organisation. A

Ins Gespräch kommen

November 17, 2017
Die Ärzte haben das Genfer Gelöbnis modernisiert und damit menschenfreundlicher gemacht.     Source : http://www.zeit.de/2017/46/hippokratischer-eid-genfer-geloebnis-aerzte-modernisierung

Umstrittenes Sterbehilfe-Urteil Wird der Prozess neu aufgerollt?

November 16, 2017
Muss der Sterbehilfe-Arzt Johann Spittler (75) doch noch hinter Gitter? Nach dem Freispruch vor dem Landgericht Hamburg hat die Staatsanwaltschaft Revision gegen das Urteil eingelegt. Der Fall könnte neu aufgerollt werden. Der Hamburger Ärztekammer-Chef Frank Ulrich Montgomery (65) fordert, dass der Arzt hart bestraft wird. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft für den Arzt, der den beiden Frauen (81 und 85) ein todbringendes Medikament beschafft hatte, gefordert. Vor drei Tagen wurde er vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen. „Das Urteil ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt der Präsident der Bundesärztekammer sowie der Ärztekammer Hamburg. „Die beiden Frauen hatten keine unheilbare Erkrankung, sie wollten niemandem zur Last fallen und hatten lediglich Zukunftsängste.“ Das Geschäft mit der Angst vor dem Leid sei ethisch nicht vertretbar und die Beteiligung eines Arztes daran unwürdig, so Montgomery. Dass die Staatsanwaltschaft sofort in Revision gegangen ist, begrüßt Montgomery. Er hält eine Haftstrafe „für durchaus angemessen“. Die beiden Frauen hätten eine ganz andere Form der Hilfe benötigt.„Diese hat das Geschäftsmodell nur leider nicht vorgesehen.“ Spittler ist neben Ex-Justizsenator Roger Kusch prominentester Vertreter des Vereins „Sterbehilfe Deutschland“. Der Deutsche Bundestag hat 2015 beschlossen, die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe zu stellen. Außerdem regeln die Berufsordnungen aller 17 Ärztekammern bundesweit einheitlich, dass es die Aufgabe von Ärzten ist, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern und Sterbenden Beistand zu leisten. Montgomery fordert: „Ärzte sollen Hilfe beim Sterben leisten, aber nicht Hilfe zum Sterben.“   Source : https://www.mopo.de/28826762 ©2017
In English United Kingdom

DID – Shocking new research released today…

November 16, 2017
Ask anyone you know, and they’ve probably heard of Dignitas…but how much does the public really know about it? Today we launched ground-breaking new research which exposes the true cost of outsourcing death to Dignitas. Using the voices of those most affected, we uncover the real stories behind the statistics. Find out the truth → The people who contributed to this research have faced a reality that many would find unbearable – yet they have bravely decided to share their stories. We owe them our heartfelt thanks and gratitude. The findings of this report are shocking, but they offer just a glimpse into the true cost of outsourcing death. The truth is out, please help us share it.

Schreiben mit “grimmiger Heiterkeit”

November 7, 2017
Trotz ihrer schweren Krankheit wurde Silvia Bovenschen eine der führenden Intellektuellen Deutschlands. Britta Bürger besuchte sie 2016 in ihrer Berliner Wohnung und sprach mit ihr über Feminismus, Literatur und ihre langjährige gleichgeschlechtliche Beziehung. Silvia Bovenschen erfuhr mit Mitte 20, dass sie an multipler Sklerose leidet. Sie lehrte dennoch 20 Jahre lang Literaturwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main: “Das Lesen war eine Möglichkeit, sich in ganz ferne Bereiche entführen zu lassen, und ich war lesesüchtig. Ich habe alles gelesen, was mir unter die Augen kam. Also man konnte mir auch kein größeres Glück bereiten als mir ein Buch zu schenken, und ich hab mich durch die Bibliothek meines Vaters gefressen. Ich hab wirklich wahnhaft viel gelesen. Ich glaube deshalb bin ich Literaturwissenschaftlerin geworden – solange ich las, hatte ich nie das Gefühl, dass ich arbeite.” Vordenkerin des Feminismus In ihrer Studentenzeit war sie – wie viele andere – vom Gedankengut der 68er Bewegung fasziniert. Sie hörte unter anderem die Vorlesungen des Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno und war Mitglied diverser Gruppierungen, die auf der Suche nach neuen Ideen waren. Da in diesen linken Kreisen laut Bovenschen von Gleichberechtigung keine Rede sein konnte, gründete sie mit anderen den Frankfurter “Weiberrat” und wurde zur Vordenkerin des Feminismus. Ihre Dissertation “Die imaginierte Weiblichkeit” wurde zu einem feministischen Standardwerk. Rückblickend bilanziert Silvia Bovenschen: “Ach, vieles, was wir damals gemacht haben, war nicht so ganz unsinnig, aber sie möchte nicht auf die Rolle der Feministin reduziert werden: “Es gibt da eine Schluckauf-Geschichte: Wenn da immer wieder diskutiert wird, warum die Frauen es vielleicht schwerer haben, wenn sie einen anstrengenden Beruf erlernen und ausüben wollen. Ich denke manchmal, das darf nicht wahr sein. Das höre ich jetzt seit 40 Jahren, die gleichen Aussagen und Argumenten – oder seit 50 Jahren.” Sehr früh hatte sich Bovenschen auch öffentlich zu ihrer lesbischen Beziehung mit der Malerin Sarah Schuhmann bekannt. 40 Jahre lang waren sie ein Paar. Sie lebten in einer gemeinsamen Wohnung, die Silvia Bovenschen wegen ihrer Krankheit nur noch selten verlassen hat. Aber Sarah habe immer zu ihr gehalten: “Wenn es mir schlecht ging, war sie immer zur Stelle. Ich weiß gar nicht, ob ich hier läge, wenn sie nicht gewesen wäre.” Ein Buch als Danksagung 2015 widmete sie ihrer langjährigen Lebensgefährtin das Buch “Sarahs Gesetz”; eine Freundschafts- und Liebesgeschichte, aber auch eine sehr persönliche Danksagung für eine ganz besondere Beziehung: “Also uns gibt es sozusagen nicht im Plural, weil in vielen Dingen haben wir sicher noch ganz unterschiedliche Grunddisposition. So die Art und Weise, auf etwas zu reagieren, auf etwas Erstaunliches oder ein Phänomen. Oder: Ich habe mich früher immer gewundert über Ehepaare, die gesagt haben ‘Wir sehen gern Picasso’ oder ‘Wir haben diesen Film gern’. Da dachte ich, das kann doch nicht sein, dass zwei Menschen … Also in diesem Sinne sind wir sicher kein Wir.” Britta Bürger hat Silvia Bovenschen in ihrer Berliner Wohnung besucht und mit ihr über ihre Liebe zur Literatur, den Aufbruch der 60er Jahre und ihre besondere

Freiheit und Würde am Lebensende

November 7, 2017
Das Bundesverwaltungsgericht hat 2017 eine Entscheidung gefällt, die aufhorchen ließ: in bestimmten schwerwiegenden Fällen müsse die Beschaffung von Chemikalien zum Zweck der Selbsttötung ermöglicht werden! Der Prozess der Urteilsbildung zu diesem Thema ist noch nicht am Ende. Unser Autor Professor Klaus-Michael Kodalle aus Jena will dazu einen weiteren, durchaus pointierten Denk-Anstoß geben.   Im Jahre 2015 hat der Bundestag mit einer relativ großen überparteilichen Mehrheit eine Gesetzesänderung beschlossen, die in restriktiver (und sachlich unklarerer) Weise das Thema “Sterbehilfe” neu regelte. Gegen dieses Gesetz haben verschiedene Organisationen Verfassungsbeschwerde eingelegt. Das BVG wird demnächst darüber zu befinden haben. Immerhin hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Mitte dieses Jahres eine Entscheidung gefällt, die aufhorchen ließ und bei dem Gesundheitsminister der bis jüngst amtierenden Bundesregierung Empörung ausgelöst hat: in bestimmten schwerwiegenden Fällen müsse die Beschaffung von Chemikalien zum Zweck der Selbsttötung ermöglicht werden! – Der Prozess der Urteilsbildung zu diesem Thema ist noch längst nicht zu einem Ende gelangt. Einstieg: das Votum eines alten Politikers Der frühere Erste Bürgermeister von Bremen, Henning Scherf, hat sich vielfach zu dem Thema “Altern und Tod” (auch in Buchform, auch in Talkshows) geäußert. In einer SPD-Einladung zu einem Gespräch mit ihm Mai 2017 (Für eine Kultur der Menschlichkeit am Ende des Lebens) war zu lesen: Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der jeder eine Rolle zu erfüllen hat. Wir sterben, angeschlossen an Schläuche, auf der Intensivstation eines Krankenhauses, und wenn wir Glück haben, ist jemand da, der unsere Hand hält. Immer öfter nehmen sich Menschen im hohen Alter das Leben, weil sie einsam sind, weil sie ihren wenigen und weit weg wohnenden Kindern und Enkeln nicht zur Last fallen wollen. Wir diskutieren sogar in unserem Parlament die Möglichkeit der Sterbehilfe, weil viele von uns dies wollen – weil wir den Tod nicht in Demut erwarten können, sondern im Griff haben wollen. Wir lassen uns anonym bestatten, weil ohnehin niemand da wäre, der unser Grab pflegt. Wir verdrängen unsere Trauer und machen so weiter wie bisher, weil unsere Funktionsgesellschaft das so von uns erwartet. Doch es gibt auch die Gegenbewegung: Es gibt ehrenamtliche Hospizhelferinnen, die Familien unterstützen, damit das Sterben zu Hause möglich ist. Mehr und mehr Hospize entstehen, die Sterbende liebevoll aufnehmen, die niemanden haben, der ihnen beistehen könnte. Ehrenamtliche Gruppen werden gegründet, die sich um Trauernde kümmern. Und es gibt neue Formen der Beerdigung, die aus einem verkrusteten und Angst einflößenden Ritual einen persönlichen Abschied zu machen versuchen. Wir erleben also gerade so etwas wie eine gesellschaftliche Kursänderung, noch nicht konsistent, noch nicht in allen Bereichen, noch nicht von allen vollzogen, aber ein Anfang ist gemacht. Als ich diesen Text las (einzelne Formulierungen halte ich für durchaus problematisch), hatte ich den Eindruck, er treffe in etwa doch ganz gut die aktuelle Diskussionslage in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Das Leben – Krankheit zum Tode Schwer ist es und hoch komplex, Gesundheit und Krankheit zu unterscheiden. Ist das Leben nicht am besten beschrieben mit der Kierkegaardianischen Wendung, es sei eine einzige „Krankheit zum Tode“? Gehört nicht das Leiden – zunächst nur an

“Ich habe in so viele Abgründe gucken müssen”

November 7, 2017
Seit langem setzt sich der Autor und Radiomoderator Jürgen Domian für eine Enttabuisierung der Selbsttötung ein. Gibt es einen Zwang zu leben, nur weil man lebt? Darf man nicht einfach lebensmüde sein? Das ist auch das Thema von Domians neuem Roman Muss man leben, nur weil man lebt? Diese Frage hat sich Radiomoderator Jürgen Domian immer wieder gestellt, wenn in seinen WDR-Talksendungen Menschen anriefen, die einfach lebensmüde waren. Immer wieder hätten Talkgäste diesen Wunsch geäußert, sagte Domian im Deutschlandfunk Kultur. Natürlich stecke hinter solchen Wünschen oftmals eine Depression oder andere Erkrankung. “Aber es gibt eben auch den Punkt, und an dem stand ich einige Male während der Sendung, in der Live-Situation, wo ich merkte, diese Person hat das alles wirklich klar durchdacht”, so der Radiomoderator. “Und ich kam mir dann beinah übergriffig vor, diese Person noch weiter vom Leben überzeugen zu wollen und habe dann, was sehr ungewöhnlich ist und was sicher auch polarisierend ist, gesagt, ja, wenn du das so siehst und du mit dir im Reinen bist, dann ist das dein Weg.” In der Abgeschiedenheit kommen die Dämonen ans Licht Nach Selbsttötung strebt auch Hansen, die Hauptfigur aus Domians gerade erschienenem Roman “Dämonen. Hansens Geschichte”. Er ist weder krank noch depressiv, sondern hat einfach genug. Sein Plan: Er will sich in einer Winternacht in Lappland nackt in den Schnee legen und sterben. Bereits im Sommer bricht er auf, um sich in Ruhe und Abgeschiedenheit vom Leben verabschieden zu können. Coverabbildung: Jürgen Domian, Dämonen (Foto: imago, Cover: Gütersloher Verlagshaus) “Ich begleite ihn dann von Juni bis Dezember und begleite ihn auch dabei, wie er gegen die Dämonen seines Lebens zu kämpfen hat: die Dämonen des Bösen, der Schuld, der Versuchung, der Trägheit und so weiter.” Denn all das komme an die Oberfläche, wenn man allein sei: “Wenn man überhaupt nicht abgelenkt ist, so wie wir hier alle in unserem Alltag ständig abgelenkt werden, bricht alles aus einem hervor, aber wirklich alles: All die Verletzungen, die man erlebt hat, aber auch all das, was man anderen Menschen angetan hat, und man hat es vor Augen, vor den inneren Augen und muss sich damit auseinandersetzen.” Wo die Parallelen zwischen Domian und seiner Hauptfigur enden Wie seine Hauptfigur fährt auch Domian gern und oft in den hohen Norden, er hat seinem Helden sein Alter und sogar seinen Geburtstag verpasst. Muss man sich jetzt Sorgen um ihn machen? Nein, meint Domian. Er habe durchaus vor, seinen 60. Geburtstag zu überleben. “Wobei ich schon natürlich zugeben muss, dass gravierende Erfahrungen, die ich in Lappland in den letzten Jahren gesammelt habe – ich reise sehr gerne und sehr oft dorthin –, natürlich in das Buch miteinfließen”, sagt er. “Ich mache das auch immer so, dass ich mich zurückziehe tief in die Wildnis, miete mir irgendwo eine Hütte und bin dann mehrere Wochen ganz allein, aber wirklich ganz allein, ich schweige, kein Handy, kein Internet, gar nichts, ich schlafe und wandere –, und das sind am Anfang immer sehr schwere Zeiten.”   Source : http://www.deutschlandfunkkultur.de/juergen-domian-daemonen-hansens-geschichte-ich-habe-in-so.1008.de.html?dram:article_id=399422

Freiheit und Würde am Lebensende

October 30, 2017
Das Bundesverwaltungsgericht hat 2017 eine Entscheidung gefällt, die aufhorchen ließ: in bestimmten schwerwiegenden Fällen müsse die Beschaffung von Chemikalien zum Zweck der Selbsttötung ermöglicht werden! Der Prozess der Urteilsbildung zu diesem Thema ist noch nicht am Ende. Unser Autor Professor Klaus-Michael Kodalle aus Jena will dazu einen weiteren, durchaus pointierten Denk-Anstoß geben. Im Jahre 2015 hat der Bundestag mit einer relativ großen überparteilichen Mehrheit eine Gesetzesänderung beschlossen, die in restriktiver (und sachlich unklarerer) Weise das Thema “Sterbehilfe” neu regelte. Gegen dieses Gesetz haben verschiedene Organisationen Verfassungsbeschwerde eingelegt. Das BVG wird demnächst darüber zu befinden haben. Immerhin hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Mitte dieses Jahres eine Entscheidung gefällt, die aufhorchen ließ und bei dem Gesundheitsminister der bis jüngst amtierenden Bundesregierung Empörung ausgelöst hat: in bestimmten schwerwiegenden Fällen müsse die Beschaffung von Chemikalien zum Zweck der Selbsttötung ermöglicht werden! – Der Prozess der Urteilsbildung zu diesem Thema ist noch längst nicht zu einem Ende gelangt. Einstieg: das Votum eines alten Politikers Der frühere Erste Bürgermeister von Bremen, Henning Scherf, hat sich vielfach zu dem Thema “Altern und Tod” (auch in Buchform, auch in Talkshows) geäußert. In einer SPD-Einladung zu einem Gespräch mit ihm Mai 2017 (Für eine Kultur der Menschlichkeit am Ende des Lebens) war zu lesen: Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der jeder eine Rolle zu erfüllen hat. Wir sterben, angeschlossen an Schläuche, auf der Intensivstation eines Krankenhauses, und wenn wir Glück haben, ist jemand da, der unsere Hand hält. Immer öfter nehmen sich Menschen im hohen Alter das Leben, weil sie einsam sind, weil sie ihren wenigen und weit weg wohnenden Kindern und Enkeln nicht zur Last fallen wollen. Wir diskutieren sogar in unserem Parlament die Möglichkeit der Sterbehilfe, weil viele von uns dies wollen – weil wir den Tod nicht in Demut erwarten können, sondern im Griff haben wollen. Wir lassen uns anonym bestatten, weil ohnehin niemand da wäre, der unser Grab pflegt. Wir verdrängen unsere Trauer und machen so weiter wie bisher, weil unsere Funktionsgesellschaft das so von uns erwartet. Doch es gibt auch die Gegenbewegung: Es gibt ehrenamtliche Hospizhelferinnen, die Familien unterstützen, damit das Sterben zu Hause möglich ist. Mehr und mehr Hospize entstehen, die Sterbende liebevoll aufnehmen, die niemanden haben, der ihnen beistehen könnte. Ehrenamtliche Gruppen werden gegründet, die sich um Trauernde kümmern. Und es gibt neue Formen der Beerdigung, die aus einem verkrusteten und Angst einflößenden Ritual einen persönlichen Abschied zu machen versuchen. Wir erleben also gerade so etwas wie eine gesellschaftliche Kursänderung, noch nicht konsistent, noch nicht in allen Bereichen, noch nicht von allen vollzogen, aber ein Anfang ist gemacht. Als ich diesen Text las (einzelne Formulierungen halte ich für durchaus problematisch), hatte ich den Eindruck, er treffe in etwa doch ganz gut die aktuelle Diskussionslage in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Das Leben – Krankheit zum Tode Schwer ist es und hoch komplex, Gesundheit und Krankheit zu unterscheiden. Ist das Leben nicht am besten beschrieben mit der Kierkegaardianischen Wendung, es sei eine einzige „Krankheit zum Tode“? Gehört nicht das Leiden – zunächst nur an diesem
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Good news from Australia

October 24, 2017
"Palliative care and voluntary assisted dying are not, and should never be, mutually exclusive.They can coexist"

ADMD – Assemblée Générale

October 23, 2017
L’ Assemblée Générale de l’ ADMD – France s’ est tenue le 14 octobre 2017 à La Rochelle . Notre président , Jean- Luc Romero Michel , a été réélu avec 80% des suffrages . Jacqueline Jencquel The General Assembly of ADMD – France took place on October 14 th in La Rochelle . Our president , Jean- Luc Romero Michel , has been reelected with 80% of the votes .
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